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Wer will kann das 4. und letzte Jahr der Reise hier mitverfolgen.

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Verlängerung

Good-bye Afrika

sunny 20 °C
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Es war schwierig ein passendes Fahrzeug für diesen Teil der Reise zu finden, noch viel schwieriger ist es das Biest zu einem einigermaßen angemessenen Preis wieder los zu werden. Seit Tagen habe ich eine Anzeige im Internet, aber es gibt Null Interesse. Hier sind gerade Osterferien und es hat den Anschein, dass alle unterwegs sind und gerade nicht nach Autos suchen.

Als ich in Kapstadt ankomme habe ich immer noch keinen gefunden, der sich das Auto wenigstens mal ansehen will. Nur noch eine Woche bis Abflug, langsam wird es brenzlig und ich brauche einen Plan B.

Da ich außer Warten nicht viel tun kann schaue ich mir noch ein wenig von der Gegend hier an. Ich hatte auf der langen Reise völlig vergessen wie fantastisch Kapstadt und seine Umgebung ist. Keine Stadt die ich auf meinen Reisen gesehen habe, hat das zu bieten. Traumhaft, wenn man näher kommt und die Lage zwischen den hohen Bergen sieht. Für mich ist es die schönste Stadt der Welt.

Ich fahre noch einmal raus zum Kap der guten Hoffnung. Letztes Mal spielten hier Paviane direkt am Strand, dieses Mal sind es Strauße.

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Dann kommt noch ein absolutes Muss für jeden Kapstadt-Touristen. Rauf auf den Tafelberg. Im November war jeden Tag das Tischtuch auf dem Berg. Fotogen von unten, aber zwecklos rauf zu steigen und im Nebel auf dem Gipfel zu versinken. Dave, ein Freund aus der Antarktis hat mich zum Golfspielen in Atlantic Beach eingeladen. Vom Platz aus hat man eine geniale Aussicht auf den Berg und ich nehme mir für den nächsten Tag vor hoch zu gehen. Es gibt zwar eine Seilbahn, aber zu Fuß hat man mehr davon. Es geht ziemlich steil, zum Teil ist es eine Kletterpartie in den Felsen. Einfach ist das nicht.

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Die Aussicht wird immer besser je höher man kommt. 800 Höhenmeter sind es bis zum Gipfel.

Im Süden liegt das Kap der guten Hoffnung, im Westen Sea Point, beides kenne ich von "unten".

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Ganz oben gibt es eine Restaurant-Terrasse mit halb-zahmen Dassies, die jeden um Futter anbetteln.

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Samstag habe ich eine Verabredung mit einem alten Bekannten. Patrick traf ich zuletzt vor 6 Jahren in Thailand. Die Welt ist ein Dorf. Wir treffen uns in der Bisquit Mall in Woodstock. Erinnert mich an das Tollwood Festival in München. Jede Menge Stände mit Öko-Ramsch und Bio-Food. Nach zwei Stunden muss ich wieder zurück, denn es haben sich endlich mal Interessenten fürs Auto gemeldet.

Ostern ist endlich vorbei und ab jetzt kommen täglich Leute und sehen sich das Auto an. Leider nimmt es keiner. Wegen den vielen Besichtigungsterminen kann ich mir nun nichts mehr anschauen und bin quasi im Hostel festgenagelt. Meinen Flug habe ich schon von Montag auf Freitag verschoben. 4 Tage mehr um den Verkauf zu regeln. Wenn das auch nicht reicht, dann muss das Auto hier bleiben und mein Freund Shaun muss sehen, dass er das Biest irgendwie an den Mann bringt. Eigentlich will ich ihm das nicht zumuten, aber ich sehe keine andere Lösung.

Gerade als ich jede Hoffnung aufgegeben habe, meldet sich ein Käufer aus München. Was für ein Zufall. Er will das Auto unbedingt, ohne es gesehen zu haben. Er kann es allerdings erst in 3 Wochen übernehmen. Das lässt sich regeln. Shaun bietet an, es bei sich in der Firma auf dem bewachten Parkplatz unterzubringen. Mir fällt ein Stein vom Herzen, endlich ist der Punkt erledigt und ich kann beruhigt am Freitag in meinen Flieger steigen.

In München steht dann schon das nächste Auto zum Verkauf an. Harley hat vor dem Haus meiner Eltern überwintert. Da ich keine weiteren Pläne habe mit ihm durch Europa zu fahren, muss auch er verkauft werden. Vor 2 Tagen wurde in Harley eingebrochen, gestohlen wurde nichts. Was für eine Ironie: Fast 6 Monate war ich hier in Afrika unterwegs und nichts wurde gestohlen.

Überhaupt ist Afrika in vieler Hinsicht ganz anders als befürchtet gewesen. Keine Region der Welt hat mich so positiv überrascht wie das südliche Afrika. Von wegen gefährlich, schwierig zu bereisen, unhygienisch - alles Quatsch! Südafrika, Namibia und Botswana sind meine 3 Favoriten. Die korrupte Polizei in Mosambik und Simbabwe sind lästig und verderben ein wenig den Spaß. Man findet immer einen Supermarkt, eine Tankstelle und einen ordentlichen Campingplatz. Nie kam ich in eine brenzlige Situation und ich traf auch niemanden der überfallen oder ausgeraubt wurde. Was für ein Kontrast zu Südamerika. Dort traf ich in jedem Hostel Leute die auf die eine oder andere Weise ihrer Habseligkeiten losgeworden sind.

Afrika hat ein Image-Problem. Man hört bei uns in Europa immer nur die schlechten Dinge die hier passieren. Ich schätze es als wesentlich weniger gefährlich ein als Südamerika - sofern man kein völliger Idiot ist und mit der Spiegelreflexkamera in den Townships herumläuft. Ich habe einen großen Bogen um Jo'Burg und Pretoria gemacht, auch Windhuk und Maputo umfahren. Wenn man sich von den großen Städten fern hält ist es wirklich sicher.

Mein Lieblingsland am Ende der Afrika-Reise ist Namibia. Hier könnte ich es mir sogar vorstellen zu leben. 7 Wochen war ich dort und ich würde die ganze Tour vom Fish-Canyon bis Caprivi am liebsten gleich noch einmal machen.

Der Blog macht jetzt ein paar Wochen Pause. Es geht weiter nachdem ich an meinem nächsten Ziel angekommen bin.

Eingestellt von T-A Travel 03:33 Archiviert in Südafrika Kommentare (3)

Letze Aktivitäten

Am Ziel mit dem Biest

semi-overcast 17 °C
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Im letzten Beitrag ganz vergessen habe ich diese possierlichen Gesellen am Campingplatz in East London. Rock Dassies oder zu Deutsch Klippschliefer. Seit den Quokkas in Australien habe ich kein Tier gesehen, das so dämlich und gleichzeitig niedlich aussieht.

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Als ich im Fairy Knowe in Wilderness ankomme ist es fast ein wenig wie nach Hause kommen. Nach über 5 Monaten bin ich zum ersten Mal wieder an einem Ort den ich kenne. Das Wichtigste ist jetzt mein Auto flott zu kriegen. Das Problem wurde immer schlimmer und am Ende konnte ich das Biest kaum noch starten. Digby, der Besitzer kennt einen Mechaniker der heute zufällig im Haus ist. Ein kurzer Blick unter die Haube und er hat den Fehler. Ein Kabel zur Batterie war locker. Da hat wohl der letzte Mechaniker in Durban vergessen es wieder fest zu machen. Es ist doch jedes Mal das Selbe: Wenn man jemanden an sein Auto lässt ist ein Fehler behoben und man hat einen neuen.

Wo das erledigt ist geht es an die Kosmetik. Eine Innenreinigung ist auch wieder dringend fällig. Digby überlässt mir eine seiner Angestellten für einen halben Tag und danach ist das Auto innen so sauber wie es halt geht. Nun bräuchte ich nur noch einen Käufer. Das gestaltet sich zunehmend spannender, denn auf meine Annonce im Internet habe ich so gut wie null Resonanz. 12 Tage bleiben noch, langsam werde ich etwas nervös. Wenn sich keiner auf die Annonce meldet muss ich das Biest bei einem Händler loswerden. Mein Rückflugticket ist zwar änderbar, aber ich habe keine große Lust unbestimmte Zeit in Kapstadt zu warten, dass endlich ein Käufer auftaucht. Langsam muss ich die Tatsache akzeptieren dass ich wohl einen herben Verlust machen werde.

5 Tage bleibe ich in Wilderness und mache Pläne für die weitere Reise. In der Zeit besuche ich auch noch einmal Clifford, den Caveman. Seine beiden weiblichen Jünger haben ihn verlassen, diesmal ist er ganz alleine. Hochzeiten macht er nicht mehr, aber er erzählt immer noch gerne in epischer Breite wie ihn der Vater zu diesem Ort geführt hat und ihm den Auftrag gab hier zu leben.

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Tandem-Paragliding
gibt es hier unglaublich günstig. Schöne Gelegenheit die Küste mal von ganz oben zu sehen.

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Der Start war spannend. Zu wenig Wind und wir fallen zunächst wie ein Stein. Ich sehe die Baumwipfel schon immer näher kommen, da hebt uns ein günstiger Wind an und wir können wie geplant am Startplatz landen und nicht unten auf der Wiese. Heute gelingt es den Veranstaltern nur 2 Flüge zu machen, den 2. und letzten bekomme ich - Glück muss man haben.

Noch 440km bis Kapstadt. 120km vor diesem Ziel liegt Gansbaai, die Welthauptstadt des Haikäfig-Tauchens. Hier bekommt man quasi garantiert einen Weißen Hai zu sehen. Das hatte ich ausgelassen als ich das letzte Mal hier vorbei kam. Leider ist wieder Ostern. Feiertag sind für Reisende ziemlich nervig. Letztes Jahr wäre ich in Asuncion, Paraguay fast verhungert weil am Karfreitag alles, wirklich alles geschlossen hatte. Dieses Mal ist hier alles ausgebucht. Campen wollte ich eigentlich nicht mehr, aber ich bekomme keine günstige Übernachtungsmöglichkeit mehr und muss auf den örtlichen Campingplatz ausweichen. Für den nächsten Tag sind auch alle Käfige ausgebucht und ich muss eine zweite Nacht bleiben. Wenigstens habe ich dafür ein bezahlbares Zimmer gefunden.

Am nächsten Morgen geht es um 6 Uhr raus. Warum nur sind diese Tierbeobachtungen immer so früh? Das Wetter ist herbstlich kühl und allein beim Gedanken ins 13° kalte Wasser zu gehen friert mich schon.

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Ich habe meinen eigenen Taucheranzug dabei, nur 3mm aber zusammen mit den 7mm die der Veranstalter stellt sollte es auszuhalten sein. Andere haben das nicht. Das Boot sieht zuverlässig aus - wir werden kein größeres brauchen.

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Die Haie werden standesgemäß mit Thunfischbrei geködert - das riecht ziemlich lecker so früh am Morgen.

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Einigen der Passagiere an Bord wird es schlecht. Sie lassen sich ihr Frühstück durch den Kopf gehen, was die Möwen freut.

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Nicht lange und der erste Hai taucht auf.

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Insgesamt kommen 5 Haie ans Boot nahe an den Käfig.

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Von 2,5 bis 3,5 Meter, die beste Show bietet der kleinste, die Größeren haben wohl schon begriffen, dass sie den Köder nie erwischen können. Jedesmal bevor sie reinbeißen können wird er ihnen vor der Nase weggezogen.

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Den mit 3,5 Meter fand ich schon sehr eindrucksvoll. 7m haben die größten, so einer wurde hier aber noch nie beobachtet. Der beste Moment war als ich im Käfig war, einer mit weit aufgerissenem Maul direkt auf mich zukam und erst im letzten Moment vor dem Gitter abgedreht hat. Da habe ich für einen Moment sogar das eisige Wasser vergessen, das mir den Rücken hinunter lief.

Danach geht es auf den Rest der Strecke nach Kapstadt, die letzte Fahrt mit dem "Biest". 16.000km sind es geworden. Abgesehen von meiner eigenen Blödheit gab es keine Komplikationen auf der Strecke. Der Wagen hat brav fast alles gemeistert was ich ihm zugemutet habe, leider konnte er nicht schwimmen. Die letzten Tage werde ich wieder in Pinelands im Eco Village verbringen und auf einen Käufer hoffen.

Eingestellt von T-A Travel 11:40 Archiviert in Südafrika Kommentare (1)

Der Kreis schließt sich

Sunshine Coast - Eastern Cape

sunny 22 °C
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Nächster Halt Coffee Bay. Hier wächst kein Kaffee, die Bucht hat den Namen von einem gekenterten Schiff das mit Kaffee beladen war.

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Nina, die Braut aus Wilderness Link zum Blogeintrag dazu lebt jetzt hier, allerdings ohne ihren Bräutigam. Die lockere Zeremonie des Caveman bzw. seines Stellvertreters auf Erden wurde offensichtlich nicht sehr ernst genommen.

Der Weg dorthin führt über 100km der übelsten Schotterpiste die ich bisher unter die Räder bekam. Von wegen ab jetzt nur noch Teerstraßen...In diesem Ort steht die Zeit, keiner scheint zu arbeiten. Es sei denn man sieht die Tatsache, dass man an jeder Ecke Magic Mushrooms und Gras angeboten bekommt als Arbeit an. Ich bekomme einen hübschen Platz für mein Auto plus Dachzelt. Einer der anderen Gäste hier ist Arzt, was für ein Glück. Mir sind nämlich gerade meine Antibiotika ausgegangen und eine Apotheke findet sich hier weit und breit nicht. Ich bin gerade so schön auf dem Weg der Besserung und will keinen Rückfall riskieren. Er hat einen kleinen Vorrat dabei, den er mit mir teilt.

Nina hat sich völlig dem Tierschutz verschrieben und rettet jede Menge Hunde. Ihr Einsatz ist, wie der vieler Tierfreunde die ich unterwegs getroffen habe, völlig planlos. Ich kann ihr nicht helfen. Ich sehe keinen Sinn darin einzelne Tiere zu retten und nicht zuvor das Grundübel der ungehemmten Fortpflanzung anzugehen.

Abendes trifft man sich im Jah Drums zu improvisierten Drum-Jam-Sessions. 100% authentisch und klingt ziemlich gut. Die Mushroom-Gras-Verkäufer-Trommler haben mangels auswärtiger Kundschaft offensichtlich einiges ihrer Ware selbst verbraucht.

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Ich bleibe 2 Nächte und sehe mir tagsüber die Umgebung an. Steilküste auch hier und eine Attraktion namens "Hole in the Wall".

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Mein Auto sollte längst im Internet zum Verkauf stehen, tut es aber nicht weil es auch hier kein Internet gibt. Ich muss weiter und sehen dass ich endlich wieder den zivilisierten Teil Südafrikas erreiche. Die wildromantische Ursprünglichkeit der Transkei kann ich gerade überhaupt nicht gebrauchen. Der Weg hier hinaus ist gar nicht so einfach. Einmal fahre ich fast 60km für die Katz, weil eine Straße einfach endet und ich alles zurück fahren muss. Kein Schild oder sonstein Hinweis auf das Problem. Man geht wohl davon aus, dass wer hier entlang fährt weiß was gerade gesperrt ist.

Mein Auto obwohl nun schon 2mal in der Werkstatt hat immer noch Macken. Zur Zeit spinnt irgendetwas in der Elektrik und ich kann jeweils nur mit viel Glück und Tricks den Motor starten. Das Problem liegt irgendwo in der Steuerung der 2 Batterien. Da das nachträglich als Bastellösung eingebaut wurde, kann ich damit nicht in eine Toyota Werkstatt. Ich muss sehen, dass das irgenwie bis Kapstadt hält und ich damit zu dem Typ gehe der es installiert hat.

Es ist schon fast dunkel als ich in East London ankomme. Was für ein Reinfall. Hier gibt es nichts, dass meine Kriterien nach Parkplatz mit Campingmöglichkeit und Internetzugang erfüllt. Ich entscheide mich für Camping ohne Internet und Strom. Die Alternative war ein Dorm mit Parkplatz auf der anderen Straßenseite. Mein Auto lasse ich auf keinen Fall alleine über Nacht stehen. Es wird also auch heute wieder nichts mit der Annonce im Internet. Nur noch 18 Tage bis Abflug und 1000km zu fahren.

Nächster Zwischenstopp wird Jeffreys Bay, eine Surfer-Hochburg wir mein nächster Halt. Knapp 400km von East London entlang der Sunshine Coast. Mir ist nicht nach Surfen. Es ist schon wieder Herbst hier und das Wasser saukalt. Ich bleibe nur übers Wochenende und fahre dann das letzte unbekannte Stück bis Wilderness. Hier war ich schon einmal vor 5 Monaten. Die Rundreise ist komplett.

Eingestellt von T-A Travel 13:02 Archiviert in Südafrika Kommentare (4)

Wild Coast - Transkei

was hat mich gebissen?

sunny 24 °C
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Die ganz aufmerksamen Leser haben es im letzten Beitrag bemerkt: Alina hat mich kurz besucht. Sie kam auch diesmal zu spät, nämlich genau 14 Monate. Sie brachte einen neuen Laptop und Kamera als Ersatz für die, die ich im Okavango versenkt habe, mit. Endlich habe ich wieder Umlaute auf der Tastatur und konnte ordentliche Fotos machen. Sie fühlte sich in Südafrika pudelwohl. Sie konnte den Familienirrsinn daheim kurz entfliehen, musste mal abschalten. Ihr Papa war in der Zeit gut versorgt. Krüger Park, Lesotho, Mosambik Beachlife waren ihre persönlichen Highlights. Viele nette Leute hat sie in der kurzen Zeit kennen gelernt,

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aber sie ist noch nicht wieder die fröhliche Alina von 2012.

Zum ersten Mal in 3 Jahren bin ich wirklich krank geworden. Winzige rote Punkte zwischen den Zehen zunächst, werden größer und verfärben sich Tage später zentral blau-schwarz. Geschwollene Lymphknoten in der Leiste, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen - das volle Programm. Irgendetwas hat mich gebissen - und das war kein Moskito! Denn da wo die roten Stellen sind, kommt keine Mücke hin. Alina war es auch nicht, ihr Urlaub ist schon wieder rum, sie ist bereits wieder in Deutschland. Ansonsten hätte Malaria gepasst. Ich setze mich auf Schmerzmittel und Antibiotika. Am wahrscheinlichsten erscheinen mir infizierte Spinnen/Milbenbisse. Trotz der Medikamente geht es mir eine Woche lang sehr schlecht. Gut dass ich diese Phase bei meinen Freunden in Durban durchmachen kann.

Am Sonntag früh bin ich endlich soweit, dass ich mich fit genug fühle die nächste Etappe zu fahren. Das Biest war in der Zwischenzeit noch mal in der Werkstatt. Auspuff, Bremsen, Vergaser - jetzt wo es bald ans Verkaufen geht, will ich das alles 100% in Ordnung ist. Den Plan den Wagen schon in Durban zu inserieren habe ich aufgegeben. Zu viel Zeit habe ich hier schon verloren. In 3 Wochen ist mein Rückflug von Kapstadt und bis dort sind es noch 1800km. Eigentlich wenig bedenkt man dass jetzt alles auf geteerten Straßen gefahren wird und ich schon über 14.000km hinter mir habe.

Die erste Etappe führt um Durban herum nach Süden und endet schon gegen Mittag nach nur 200km in Port Edward. Mehr schaffe ich in meinem aktuellen Zustand nicht. Eine ziemlich langweilige Fahrt. Landschaftlich ohne Highlights und völlig zersiedelt. Ich finde ein nettes Hostel mit fantastischer Aussicht über Leisure Bay. Hier kann ich mich in einem richtigen Bett weiter auskurieren.

Tags darauf fahre ich in die Transkei. Was für ein seltsamer Name? Nach Langem habe ich wieder das Gefühl in einem Drittweltland zu sein. Schlaglöcher, Hundekadaver am Straßenrand und auf der Straße, Esel, Ziegen überall. Das gab es bisher in Südafrika nirgends. Die wenigen Orte durch die ich auf der Fahrt komme laden nun wirklich nicht zum Verweilen ein. Ich bin froh, dass ich meine Einkäufe für die nächsten Tage noch in der "Zivilisation" erledigt habe.

Wieder ist nach 200km Schluss und ich bleibe in Port St. Johns. Hier ist Steilküste, sieht ziemlich klasse aus.

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Erinnert ein wenig an Schottland. Nach langer Zeit kommt wieder mein geliebtes Dachzelt zum Einsatz. Wanderungen oder andere Aktivitäten sind momentan nicht drin, dafür bin ich zu schwach. Brian, der Wirt des Hostels hier ist so nett und fährt mich ein wenig herum. Zuerst zum Aussichtspunkt über Second Beach.

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Sieht ganz freundlich aus von hier oben, liegt aber in der Haistatistik weltweit ganz vorne. Dieser kurze Strandabschnitt hat den zweifelhaften Titel "world most dangerous beach". 8 Tote in 5 Jahren allein hier, bei im Schnitt 8 tödlichen Haiangriffen pro Jahr weltweit sagt alles. Erst vor 2 Wochen musste ein deutscher Rentner dran glauben. Ein oder mehrere Sambesi (Bullenhaie) attackierten ihn im hüfttiefen Wasser. Jede Rettung kam zu spät.

Zeitungsbericht dazu

Schilder und solche Vorfälle halten hier aber niemanden vom Baden ab.

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Noch während die Reste des deutschen Urlaubers geborgen wurden, waren die Leute schon wieder im Wasser. Die ganze Gegend heißt dann wohl auch nicht umsonst "Wild Coast". Schön isser schon dieser Strand, ich verzichte aus naheliegenden Gründen auf ein Bad.

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Das ist aber noch nicht alles. Nur etwa 300m entfernt geht es von der Klippe hinab zu einer Stelle namens "The Gap".

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Gleich am Anfang des ziemlich steilen Kletterpfades sieht man etliche Gedenktafeln verunglückter Besucher dieser Attraktion. Wer hier runterklettert kann nicht sagen er wurde nicht gewarnt.

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"The Gap" an sich ist nicht wirklich etwas Besonderes, zumindest nicht bei mittelhohen Wellen so wie heute. Das Wasser wird in eine Engstelle zwischen den Felsen gepresst, geht man zu nahe ran und sind die Wellen hoch...dann gibt es halt eine neue Gedenktafel.

Eingestellt von T-A Travel 00:18 Archiviert in Südafrika Kommentare (0)

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